Sozialer Einsatz in Kambodscha

Theresa Pfeiffer aus unserer Gomaringer Gemeinde engagiert sich derzeit ehrenamtlich und sozial in Kambodscha. Grund für mich, ihr einige Fragen zu ihrem einjährigen Aufenthalt in SO-Asien zu stellen.

Liebe Theresa, Du bist seit wenigen Wochen in SO-Asien. Wie kam es dazu?
Dass ich hier gelandet bin, war eher eine Entscheidung gegen andere Kontinente. Nach Südamerika wollte ich nicht, weil mir die Sprachbarriere mit Spanisch zu hoch erschien, und Afrika hat mich nicht gereizt. So habe ich mich für ein Projekt in Kambodscha beworben – einem vielgestaltigen Land, dessen Bevölkerung immer noch unter den Folgen des grausamen Pol Pot – Regimes leidet, obwohl die Folterungen und Hinrichtungen vieler Khmer schon einige Jahrzehnte zurückliegen.

Wo und im Rahmen welcher Organisation bist Du in Kambodscha tätig?
Ich arbeite für die „Vereinigung Junger Freiwilliger“ – einem unabhängigen, überkonfessionellen Verein für internationale Jugendarbeit mit Sitz in Berlin. Mein Einsatzort ist das von Ange Dries-Behrenbeck vor mehreren Jahren ins Leben gerufene Bildungszentrum „Children‘s Dream“ in Siem Reap. Hier sollen Kinder und Jugendliche durch Englisch– und Computerkurse eine Zukunftsperspektive erhalten.

Welche Tätigkeiten bzw. Aufgaben hast Du zu erfüllen?
Ich bin in einer Schulklasse, hauptsächlich jedoch im Kindergarten im Einsatz. Meine Aufgabe ist in beiden Gruppen der Englischunterricht, damit die Kinder später eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Im Kindergarten kommt die Betreuung der aufgeweckten Kinder hinzu, die einen kaum durchatmen lässt. Aber die Arbeit macht sehr viel Spaß, und ich bin froh, hier sein zu dürfen.

Ein Auslandsaufenthalt bringt immer neue Begegnungen, Erlebnisse und Erfahrungen. Kannst Du hiervon etwas berichten?
Ich bin jetzt seit knapp einem Monat hier und könnte schon von so vielen Erlebnissen berichten, dass mir die Seiten ausgehen würden. Was ich allerdings jeden Tag aufs Neue bemerke, ist, dass ich immer mehr wahrnehme. Ich entdecke die Schönheit in einfachen Dingen, die ich in Deutschland wahrscheinlich übersehen hätte. Außerdem bin ich gelassener geworden. Die Lebensfreude der Khmer hat mich sofort gepackt und angesteckt.

Herzlichen Dank , liebe Theresa, für Deine Bereitschaft, uns teilnehmen zu lassen an Deinem sozialen Einsatz. Alles Gute auf Deinem Weg in den kommenden Monaten und Gottes Segen für Deine Arbeit!

Edgar Reinert